Tignanello ist mehr als ein Wein — er ist ein Meilenstein der italienischen Weingeschichte. Der erste Wein der Toskana, der mit internationalen Rebsorten und ohne DOC-Vorgaben erzeugt wurde, feierte sein Debüt in den 1970er Jahren. Tiefdunkles Rubinrot, in der Nase schwarze Kirschen, reife Pflaume, Cassis, Zedernholz und feine Würze.
Auf den Kalksteinböden der Tenuta Tignanello im Herzen des Chianti Classico wachsen die Trauben. Der Wein trägt die Klassifikation Toscana IGT — Indicazione Geografica Tipica, die geografische Angabe der Region. Erzeuger ist Marchesi Antinori; in der Cuvée stehen Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, bei vierzehneinhalb Prozent Alkohol.
Zur Frucht tritt eine feine balsamische Note, die aus dem Ausbau im Barrique stammt. Am Gaumen zeigt sich der Wein kraftvoll und geschliffen zugleich, mit dichtem Tannin und perfekt ausbalancierter Säure. Der Abgang ist lang, komplex und endet mit einem mineralischen Nachklang — genau die Kombination, die diesen Wein zu einer der begehrtesten Cuvées Italiens gemacht hat.
Gegrilltes Rinderfilet ist die klassische Verbindung, Ossobuco die italienische; geschmorte Lammkeule mit Rosmarin und reifer Pecorino Riserva passen ebenso gut dazu. Bei sechzehn bis achtzehn Grad servieren und großzügig dekantieren. Wir empfehlen ihn für große Weinmomente.
Es gibt ihn in der 0,75-Liter-Flasche und als 1,5-Liter-Magnum, verschlossen mit Naturkorken. Wir empfehlen ihn Sammlern, Genießern und allen, die einen der berühmtesten Weine Italiens erleben wollen. Man könnte ihn bald öffnen. Bei einem Tignanello hat Warten aber noch nie geschadet.