Quarz ist der Wein, mit dem die Kellerei Terlan zeigt, wie weit ein Sauvignon Blanc gehen kann: Mango und Papaya in der Nase, Limette und rote Grapefruit daneben, darunter ein kühler, mineralischer Zug, der alles zusammenhält. Ein Weißwein für Leute, die beim ersten Schluck kurz still werden.
Oberhalb von Terlan wachsen die Trauben für den Quarz auf steilen Parzellen über quarzreichem Porphyr vulkanischen Ursprungs; die kargen, gut drainierten Böden geben dem Wein seinen mineralischen Zug. Er trägt die Klassifikation Südtirol Terlaner DOC — Denominazione di Origine Controllata, die kontrollierte Herkunftsbezeichnung des Gebiets. Gekeltert wird er sortenrein aus Sauvignon Blanc.
Brillantes Strohgelb, dann ein Bukett, das exotisch und vielschichtig zugleich ist: Mango, Papaya, Limette und rote Grapefruit, dazu Zitronengras, Melisse und Minze. Am Gaumen saftig, druckvoll und präzise, mit feiner Feuerstein-Mineralik, kühlem Zug und einem sehr langen, fokussierten Finale. Neun Monate auf der Feinhefe, halb im großen Holzfass, halb im Edelstahl, geben ihm Tiefe ohne jede Schwere.
Austern und Krustentiere sind die naheliegende Verbindung, Lachs-Tatar und Hummer die luxuriöse; ein Risotto mit grünem Apfel oder gereifter Ziegenkäse funktionieren genauso gut. Bei zwölf bis vierzehn Grad servieren, dann steht die Struktur. Wer es frischer mag, nimmt zehn bis zwölf Grad — er öffnet sich dann im Glas.
Vierzehn Prozent und ein Rückgrat aus Mineralität machen ihn zu einem Sauvignon, der auch in einigen Jahren noch etwas zu sagen hat; die 0,75-Liter-Flasche ist dafür nur der Anfang. Man könnte ihn schnell austrinken. Man kann ihn aber auch stehen lassen und zusehen, wie er sich öffnet.