Es gibt Abende, für die eine ganze Flasche zu viel ist und ein Glas zu wenig — dafür ist die Halbe gemacht. Zwölf davon vom Clos Mireille, dem Rosé von Domaines Ott, sind eine angenehm praktische Sache: für den Tisch zu zweit, für die Gastronomie, für den Moment, in dem man nichts anbrechen möchte, das übrig bleibt. Zartes Pastellrosa, helle Frucht und eine salzige Note, die vom Meer erzählt.
Domaines Ott bewirtschaftet den Clos Mireille bei La Londe-les-Maures in der Provence, in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer; das Gut ist biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Der Wein trägt die Klassifikation Côtes de Provence AOP — Appellation d’Origine Protégée. Die Cuvée des Jahrgangs 2025 besteht aus Grenache, Cinsault und Rolle und kommt auf 13,5 % vol.
Im Glas steht zartes Pastellrosa. In der Nase helle Frucht, Zitrus und feine Kräuteranklänge, dazu die salzige Frische der Küstenlage. Der Ausbau im Stahltank hält die Frucht klar und präzise; am Gaumen bleibt der Rosé geradlinig und geschliffen, mit einem zart würzigen Finale.
Ein Teller gebeizter Lachs ist die naheliegende Wahl, aber es geht mehr: gegrillter Fisch, helles Fleisch, geschmortes Gemüse und mediterrane Vorspeisen. Auch zu Sushi und zu Sommergerichten mit Fenchel und Zitrus passt er gut. Bei zehn bis zwölf Grad Celsius servieren.
Zwölf Halbe ergeben zusammen viereinhalb Liter: Die 12er Édition — die Zwölfer Édition — ist die flexible Art, diesen Provence-Rosé im Haus zu haben, ohne eine große Flasche anbrechen zu müssen. Jede 0,375-Liter-Flasche ist eine frisch geöffnete Portion für zwei. Trinkreif ist der 2025er jetzt; kühl gelagert hält er seine Frische über den Sommer — auch wenn zwölf kleine Flaschen erfahrungsgemäß nicht besonders lange durchhalten.