Der berühmteste Rosé der Welt ist längst zum internationalen Maßstab für modernen Rosé geworden. Blasses, glänzendes Rosé mit silbrigen Reflexen, in der Nase frische Erdbeeren, weiße Blüten, ein Hauch Zitrus und zarte Kräuter. Kein süßer Rosé — sondern trocken, modern und klar, mit Leichtigkeit und Substanz zugleich.
Auf dem Château d'Esclans in der Provence, geführt von Sacha Lichine, entsteht dieser Wein Jahr für Jahr neu. Er trägt die Klassifikation Côtes de Provence AOP — Appellation d'Origine Protégée, die geschützte Ursprungsbezeichnung. In der Cuvée stehen Grenache, Cinsault und Rolle, wie der Vermentino hier heißt, bei dreizehn Prozent Alkohol.
Ausgebaut wird er im Stahltank und zu einem Teil im Barrique — daraus stammt die feine Textur, die diesen Rosé von den meisten anderen unterscheidet. Am Gaumen zeigt er sich weich und ausgewogen, mit sehr guter Länge und mineralischer Frische. Ausdrucksstark, trocken und betont elegant: genau die Kombination, die ihn so bekannt gemacht hat.
Leichter Fisch ist die naheliegende Verbindung, gegrillte Garnelen die sommerliche; Provence-Küche mit Oliven, Ziegenkäse und Gemüse, Sushi und asiatische Fusionsküche passen ebenso gut dazu. Bei acht bis zehn Grad servieren. Als Aperitif in geselliger Runde ist er ohnehin gesetzt.
Erhältlich ist er von der 0,375-Liter-Halbflasche über Magnum und Jeroboam bis zum 9-Liter-Salmanazar; ab drei Litern kommt er in Geschenkpackung oder Holzkiste. Wir empfehlen die Großformate für Sommerfeste. Man könnte klein anfangen. Bei diesem Rosé bereut man das erfahrungsgemäß.