Als Magnum mit anderthalb Litern kommt der Jahrgang 2025. Es gibt Rosé zum Wegtrinken und Rosé zum Hinsehen — der Clos Mireille gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Zartes Lachsrosa, Pfirsich und rosa Grapefruit in der Nase, dazu eine salzige Note, die vom Meer erzählt. Selbst die Flasche mit ihrer amphorenartigen Silhouette macht klar, dass hier jemand Anspruch hat.
Domaines Ott bewirtschaftet den Clos Mireille bei La Londe-les-Maures in der Provence, in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer; das Gut ist biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Der Wein trägt die Klassifikation Côtes de Provence La Londe AOP — Appellation d’Origine Protégée, die geschützte Herkunftsbezeichnung dieser Küstenzone. Die Cuvée besteht aus Grenache, Cinsault und Rolle.
Zartes Lachsrosa steht im Glas. In der Nase fein nuanciert: Pfirsich, weißer Tee, rosa Grapefruit und eine salzige Meeresnote. Der Ausbau erfolgt im Stahltank, damit die Frucht klar und präzise bleibt. Am Gaumen seidig und geschliffen, mit einer fast kristallinen Struktur; die mineralische Frische kommt aus der Nähe zur Küste, die Säure balanciert die feinen Fruchtaromen aus.
Feine Fischgerichte sind seine Bühne, dazu gegrillter Hummer, Jakobsmuscheln und mediterrane Vorspeisen wie Burrata mit Tomate. Auch zu Sushi und zu vegetarischen Gerichten mit Fenchel und Zitrus macht er sich hervorragend. Bei zehn bis zwölf Grad gekühlt servieren.
Zwölf Gläser zu je einem Achtel, zwei Normflaschen in einer: Die Magnum mit 1,5 Litern bringt die Provence auf den großen Tisch. In der großen Flasche hält der Rosé seine Frische besonders lange. Man könnte sie für den Spätsommer aufheben. Ein Abend mit sechs Gästen ist aber jetzt schon ein guter Grund.