86,53€ / l
Champagner & Schaumwein
Champagner ist mehr als ein Schaumwein – er ist ein Symbol für Eleganz und festliche Momente. Als geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP/AOC) darf sich nur Schaumwein aus der nordfranzösischen Region Champagne Champagner nennen. Die AOC‑Regeln legen jeden Schritt der Herstellung fest, von der erlaubten Rebfläche über das Pressen bis hin zur Mindestlagerzeit. Kernstück ist die Méthode Traditionelle: Nach der ersten alkoholischen Gärung werden Grundweine verschiedener Rebsorten und Jahrgänge zu einer Assemblage vereint. Diese Cuvée wird mit einem kleinen Zusatz aus Hefe und Zucker in Flaschen gefüllt und verschlossen. In der Flasche beginnt eine zweite Gärung, bei der die Hefen den Zucker zu Kohlensäure und Alkohol umwandeln und so das feine Mousseux entstehen lassen. Nach dem Ende der Gärung zersetzen sich die absterbenden Hefen (Autolyse) und bereichern den Champagner mit komplexen Aromen; die Weine reifen mindestens 15 Monate (Non‑Vintage) bzw. drei Jahre (Vintage) auf der Feinhefe.
Bei den Rebsorten dominieren Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Diese drei Trauben machen über 99 % der Rebfläche aus. Pinot Noir bringt Fülle, dunkle Beeren und Struktur, Chardonnay verleiht Frische, Eleganz und mineralische Noten, während Meunier die Cuvée mit saftiger Frucht und einer zugänglichen Art abrundet. In geringem Umfang sind auch Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris erlaubt, doch sie spielen eine untergeordnete Rolle. Ein typischer brut‑Champagner besteht meist aus einer Assemblage dieser drei Hauptsorten, während Blanc de Blancs ausschließlich aus Chardonnay besteht und Blanc de Noirs nur aus Pinot Noir und/oder Meunier hergestellt wird.