Zehn Hektar auf dreihundertfünfzig bis vierhundert Metern, nach Südwesten ausgerichtet, kalkhaltiger Boden mit Alberese-Felsgestein: Der Weinberg Solaia nahe dem Gut Tignanello bringt einen der großen Rotweine der Toskana hervor. Jugendlich dichtes Rubinrot, eine intensive, vielschichtige Nase — und eine Magnum in der Holzkiste.
In der Toskana, unweit von Tignanello, liegt der Weinberg Solaia. Der Wein trägt die Klassifikation Toscana IGT — Indicazione Geografica Tipica, die geografische Angabe der Region. Erzeuger ist Marchesi Antinori, das ihn erstmals 1978 füllte; in der Cuvée stehen Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Sangiovese, bei vierzehneinhalb Prozent Alkohol.
Solaia entsteht nur in wirklich herausragenden Jahrgängen — 1980, 1981, 1983, 1984 und 1992 wurde er gar nicht produziert. Nach Handlese und kontrollierter Gärung reift er rund achtzehn Monate in neuem französischem Eichenholz und danach ein weiteres Jahr in der Flasche. Im Glas Cassis, Kaffee, dunkle Schokolade, reife Kirschen, Lakritze und nobles Holz, am Gaumen kräftig, saftig, finessenreich und präzis.
Gebratenes Rindfleisch ist die klassische Verbindung, Kalbfleisch die feine; reifer Käse rundet die Sache ab. Bei sechzehn bis achtzehn Grad servieren und großzügig dekantieren. Wir empfehlen ihn für Anlässe, bei denen der Wein selbst zum Thema wird.
Geliefert wird die 1,5-Liter-Magnum in einer Holzkiste — Format und Verpackung passen zum Anspruch dieses Weins. Die kräftigen Tannine sind von ausgezeichneter Qualität und tragen ihn weit. Man könnte ihn bald öffnen. Bei einem Solaia ist Warten aber selten die falsche Entscheidung.