1989 geboren, seither der berühmteste Wein des Hauses: Der Sauvignon Sanct Valentin ist einer der meistprämierten Weißweine Italiens. Gelbe Früchte, Stachelbeere, Holunderblüte und reife Johannisbeere, dazu knackige Säure und elegante Fülle — Südtirol auf seinem höchsten Weißwein-Niveau.
In ausgewählten Parzellen an den Hängen des Mendelgebirges, in St. Michael und Eppan/Berg auf 450 bis 600 Metern Kalkschotterboden, zieht die Kellerei St. Michael-Eppan ihre Sauvignon-Trauben. Der Wein trägt die Klassifikation Südtirol DOC — Denominazione di Origine Controllata, die kontrollierte Herkunftsbezeichnung der Region. Gekeltert wird reinsortig aus Sauvignon.
Gelbgrün leuchtet er im Glas. Das Bouquet ist dicht: gelbe Früchte, Stachelbeere, Holunderblüte und reife Johannisbeere. Nach Handlese und Selektion Ende September wird der größte Teil im Stahltank vergoren und auf der Feinhefe ausgebaut, ein Viertel im Holz — das gibt Fülle ohne Schwere. Am Gaumen knackige Säure, geschmeidiger Körper und elegante Länge mit unvergleichlicher Mineralität.
Spargel, Ziegenkäse und Fischgerichte sind klassische Partner, dazu Vorspeisen und helles Fleisch. Bei acht bis zwölf Grad servieren. Ein Sauvignon, der auch Menüs gewachsen ist, bei denen sonst nur große Namen eingeschenkt werden.
Wer Italiens prämierte Weißweine sammelt, kommt an dieser 0,75-Liter-Flasche nicht vorbei. Trinkreif ist er jetzt, mit Spannung für Jahre. Man könnte ihn also beiseitelegen. Der wichtigste Vertreter einer großen Linie steht aber selten lange im Regal.